Sybille Bauers Filmarbeiten sind Konfrontationen mit dem Unbequemen. Die Künstlerin richtet ihren intimen, feministisch geprägten Blick auf die menschliche Gefühls- und Erfahrungswelt. Sprach- und Textmaterialien wie Tonaufnahmen ihrer Großmutter, das Krankheitstagebuch ihres verstorbenen Vaters oder die Bibel dienen als Quellen. Bauer entnimmt den Erzählungen von Krankheit, Tod und Gewalt essenzielle Textfragmente und kontextualisiert diese mittels Aneignung und Reinszenierung neu.

| Victoria Windtner, BestOff Katalog, 2017 |

Sybille Bauer’s films tend to be confrontations with unpleasant and awkward situations. Her work is highly intimate, featuring glimpses of her private life such as tape recordings of her grandmother and the diary of her deceased father. She plunges into a pool of human emotions and experiences with a sensitive and feminist approach.

| Victoria Windtner, BestOff Katalog, 2017 |

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| In Herstellung |

“Was eine Familie leisten kann”
AT 2020, Essay Film, 30 Min., SW 2K, 5.1 Surround

finanziert von dem Bundeskanzleramt, von der Stadt Wien & dem Otto Mauer Fonds.

Eine nach Außen hin heile Familie zerbricht an ihrem Schein: Eine gut aussehende, funktionierend wirkende Mutter ist überfordert. Der eloquente, für die Familie arbeitende Vater zieht sich zurück als er mit der Krankheit Parkinson diagnostiziert wird. Das Kind, die Regisseurin des Filmes, beginnt früh „auffällig“ zu werden. Schliesslich bricht sie aus der Familie aus. Schwarz-weiße, assoziative Bilder fügen sich zu der Off-Stimme einer erwachsenen Frau und der eines Mädchens, beides die Stimmen der Regisseurin. Sie erzählt von emotionalen Missbrauch, kindlicher Isolation und dem Blick in eine ungeschriebene Zukunft.

Was eine Familie leisten kann_2

Bauer_Was eine Familie leisten kann_2

Bauer_Was eine Familie leisten kann_1

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