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SELFIE TEST #1 & #2

Experimentalfilm-Serie, fortlaufend, jeweils 2 Min., 16mm & digitaler Film,
#1: stereo, #2: ohne Ton

Sybille Bauer übersetzt das fotografische Konzept des Selfie-Bildes in einen filmischen Prozess durch eine „Selfie – Serie“ von insgesamt drei filmischen Arbeiten: Selfie Test #1, #2 und #3. Die Aufmerksamkeit liegt nicht auf dem ästhetischen Moment des fertigen  Fotos,so ndern auf der Selbstinszenierung für dieses. Dadurch blickt nicht nur ein Kameraauge auf die bewegten Subjekte, sondern zwei: Die Selfie-Kamera und die, die den Weg zumStandbild dokumentiert. Dabei zitiert Bauer nicht nur Warhols Screen Tests, sondern präsentiert den ZuseherInnen auch einen Female Gaze.
Sybille Bauer investigates the transition of the photographic concept of the selfie with a series of three works – Selfie Test #1, #2 and #3 – to a filmic one. The attention is not the moment of the picture itself, but rather the process of self-fashioning for the picture. Therefore, there is not only one camera eye focussing on the moving images but two: the selfie-camera and the focal object itself that documents the process of the image.

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Kein halbes Leben
No half Life

Dokumentarfilm, 2018, 70 Min., HD, 5.1 Surround

Katalogtext der Diagonale von Jana Koch

Mit ihrer Mutter Renate sitzt Sybille Bauer auf dem Sofa – es ist die einzige Szene des Films, in der die Filmemacherin selbst zu sehen ist. Gemeinsam durchblättern sie Familienalben, kommentieren lachend frühere Frisuren. „Ist das Bea oder Pia?“, fragt die Tochter und deutet auf eine doppelseitige Anordnung von Fotos eines Hundes: im Schnee, schlafend im Körbchen, unter dem Weihnachtsbaum.Ausgehend von der Geschichte ihrer Mutter begleitet Sybille Bauer drei Leben, die sich über innige Verbindungen zwischen Mensch und Hund definieren. Und erzählt dabei von Beziehungen, die verloren gegangen sind, und von Vereinzelung. Als Renates Mann verstarb, spendeten ihr nur die Hunde Trost, erfährt die Tochter im wohl emotionalsten Gespräch des Films. Mi tunter waren sie der einzige Grund aufzustehen und die zutiefst traurige Stille zu durchbrechen. Florian dagegen wurde von seiner Freundin verlassen. Während die Trennung noch immer an ihm nagt, sucht er Vertrauen und Nähe bei seinem Vierbeiner. Die Mitte zwanzigjährige Kerstin wiederum zog jung zum Vater und brach mit der Mutter, als diese versuchte, Tochter und Hund voneinander zu trennen.Mit zugewandter Sympathie begleitet der Film die Protagonist/innen mitsamt ihren steten Begleitern beim Gassigehen, am Esstisch, bei Alltagsverrichtungen. Immer wieder bringt sich die Filmemacherin aus dem Off ins Gespräch ein, während Marie-Thérèse Zumtobels Kamera die Mensch-Tier-Beziehungen sensibel – und ohne nach Absonderlich- keiten zu fahnden – ins Bild fasst. Fast möchte man einen therapeutischen A spekt im Prozess des Filmens ausmachen: wenn Florian etwa seine Gefühle mit ruhiger Stimme artikuliert und so auch ein Stück weit den erlebten Verlust und sein Leben sortiert. Nach und nach etabliert Bauer neue Akzente in den drei Erzählsträngen, und zusätzlich zum Gefühl des Verbundenseins werden sanfte Umwälzungen in den Blick genommen: Kerstin etwa holt sich Erziehungshilfe beim Tierpsychologen, um dem problematischen Temperament ihres Hundes Hunter angemessen begegnen zu können – weil seine Rasse auf der Liste der sogenannten „Kampfhunde“ steht, ist ein besonders achtsamer Umgang gefordert. Renate, die im Tierheim arbeitet, feixt im engen Gehege entzückt mit einem quirligen Wurf junger Welpen. Und Florian, der gerne in wohlige Ruhemomente mit seinem felligen Begleiter einsinkt, erprobt als Hundepate des Tierschutzvereins neue Spielarten der Erstbegegnung, um sich auf ein unbekanntes Tier einzustellen. Ein alter Kalenderspruch besagt, der Hund sei der beste Freund des Menschen. Diese Weisheit lässt sich mit dem Film umformulieren: Der Hund ist für manche Menschen der allerbeste Begleiter, um die eigene Kraft wiederzufinden.

The documentary ‘No Half Life’ deals with the special relationship between people and their dogs. My mother Renate, 57, says that only her dogs helped her to overcome my father’s death. What may dogs be capable of that fellow humans are not? I embark on a personal journey and an intimate look through and on the three dog-centred worlds of my protagonists Kerstin (24), Florian (29) and Renate – my mother. Although the three characters all may seem very different at first glance they have something major in common: They had to experience great human losses. At the same time they all find a special form of fulfilment through their relationship with their canine companion. And, finally, they all endeavour, together with their four-legged friends, in looking to a positive future.
 

Kein Halbes Leben 1


Mein Befinden ist gut, nur zeitlich sehr begrenzt
My condition is good but temporarily limited

Dokumentarfilm, 2016, 36 Min., HD, Stereo

Das „Krankheitstagebuch“ des verstorbenen Vaters der Filmemacherin Sybille Bauer dokumentiert seinen langsamen körperlichen Verfall. Der Film „Mein Befinden ist gut, nur zeitlich sehr begrenzt“ unternimmt anhand dieses Tagebuches eine Annäherung an die Gefühlslandschaft seines Hauptprotagonisten Horst Bauer und seinen Blick auf Menschen und Dinge der sich des Abschiednehmen-Müssens bewusst ist. Der Film begibt sich auf eine imaginäre Reise durch die Bilder und Erinnerungen eines Verstorbenen und verleiht seinen schriftlichen Aufzeichnungen eine Stimme.
The diary of filmmaker Sybille Bauer’s late father documents his slow physical decline over a persiod of six years. Based on this diary “Mein Befinden ist gut, nur zeitlich sehr begrenzt” tries to explore the inner landscape of the film’s main protagonist, Horst Bauer, and the stancehe is taking on people and things, shaped as it  is by a sense of farewell.

Mein Befinden ist gut, nur zeitlich sehr begrenzt.


Die übrigen Mädchen
The Remaining Girls

Experimentalfilm, 2015, 12 Min., digitaler & 16mm Film auf HD, Stereo

Die Kamera zieht durch dunkle, abstrakte Räume.
Ein junges Mädchen flüstert aus dem Off. Der Inhalt einer
biblischen Geschichte wird zu einem gegenwärtigen Zustand.
The camera drags the viewer through dark abstract rooms.
A young girl whispers. The content of a biblical story
becomes a present state.

Die übrigen Mädchen


Mariedl

Essay Film, 2014, 10 Min., HD, Stereo

Die Filmemacherin Sybille Bauer leiht ihre Stimme ihrer Großmutter Maria.
Von Maria Erlebtes wird von ihrer Enkelin rastlos aus der Ich-Perspektive nacherzählt.
Schockierende und berührende Momente aus dem langen Leben der Großmutter
transformieren sich in das Hier und Jetzt. Bilder von den Orten, an denen sich die
vergangenen Ereignisse zugetragen haben, fügen sich zu der Off-Stimme der Enkelin.
Filmmaker Sybille Bauer lends her voice to her grandmother “Mariedl”.
Sybille tells restlessly as first person narrator
experiences of the tough
life of her grandmother. Shocking and
touching moments transform into
the here and now. Images of the
places where those stories happened
accompany the narrated stories.

Mariedl


Final Shot

Experimentalfilm, 2015, 3 Min., HD, Stereo

Ein Bild eines halb zerschmetterten Fußball-Stadions.
Das Gegröle, Gejuble und das Geschrei von ZuseherInnen
wird zu einer Kakophonie aus Kriegs- und Protestaufnahmen.
Football stadium ambience: Cheering, roaring, yelling.
An image of a half-smashed stadium is to see. The cacophony

of football stadium sounds turns seamlessly into one of
war and protest sounds.

Final Shot


Faces

Musikvideo, 2014, 3 Min., HD, Stereo

Eine nächtliche Autofahrt durch eine Stadt. Weite, atmosphärische, urbane
Bilder verschmelzen mit denen eines privaten, engen Raums. Körperliche
Bilder sind zu sehen. Kleine Gesten, ein unerwartetes Zusammentreffen
zweier Blicke. Ein Schwebezustand.
A drive through a fictional-seeming city by night. Wide, atmospheric, urban
shots meet seamlessly with a private,
claustrophic room. Bodily images
get revealed. Small gestures, gloomy routes, an unexpected encounter
of two looks. Montage and camera create a dream-resembling state of floating.

Faces


Des Films Ende
End Of Film

Experimentalfilm, 2014
Kinoversion: 3 Min., HD, Stereo; Installation: 16mm Loop, ohne Ton

“Des Films Ende” wurde ohne Kamera realisiert. Transparenter 16mm Film wurde mit Acrylfarbe bemalt und mit Chlor und Salzsäure bearbeitet, sowie zerkratzt. “Des Films Ende” untersucht zum einen den Gebrauch von Sprache in Werbeclips und beschreibt gleichzeitig die visuelle Reizüberforderung die durch Konsum von Werbung entsteht.  Für die Sound-Ebene wurden insgesamt 80 verschiedene Werbeclips gesammelt und einige davon in eine Sound-Kakophonie verwoben. Es sind so viele Sprachen zu hören wie Kontinente existieren. Auf der visuellen Ebene entsteht für die zusehenden Augen Überforderung aufgrund hektischer Bilder-Strömungen.
“End of Film” was realized without a camera. Transparent, 16mm film got painted with acrylic paint, got manipulated with chlorine and muriatic acid as well as scratched. On the audio level one can perceive a cacophony of advertising clips spoken in as many languages as continents exist. The sound ends in a melody of artifacts coming from amplifiers and loudspeakers. 

Des Films Ende


„ExtraUni Trailer“ – Trailer für die Universität Linz / Extra Uni

Trailer, 2014, 3 Min., Overhead Projektionen & digitaler Film auf HD, Stereo

ExtraUni


 

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